„Bargeld lacht, nur wenn es weg ist weint so mancher...“
Einige
Firmen bieten an, Geld von einem Ort der Erde direkt an einen andern
Ort zu versenden und zwar ohne dafür ein Bankkonto zu benötigen. Das
geht sowohl bar als auch mit Kreditkarte.
Ablauf normal
Der Einzahlende geht an einen Schalter oder online, bzw. via Telefon mit Kreditkarte, und zahlt die zu überweisende Summe plus eine Gebühr ein. Er vermerkt, an wen das Geld gehen soll: Name, etc.
Der Einzahlende teilt dem Empfänger eine Transaktionsnummer mit.
Der Empfänger geht an dem Ort, an dem er sich befi ndet, ebenfalls in eine Filiale des Überweisungsunternehmens, legt seinen Ausweis vor und gibt eine Transaktionsnummer an. Er erhält dann das Geld.
Das Ganze kann innerhalb von Minuten über die Bühne gehen.
Das ist besonders praktisch, wenn man plötzlich ohne Geld dasteht und sich etwas schicken lassen kann.
Betrüger setzen diese Zahlungsmethode gezielt ein, da sie keine Spuren hinterlässt. Ein gefälschter Ausweis - und der Betrug geht blitzschnell über die Bühne.
Betrugsmethoden und Erkennungsmerkmale
Mitleidsmasche Das Betrugsopfer erhält einen herzzerreissenden Brief oder eine E-Mail mit einer rührenden Geschichte über ein ganz ergreifendes Schicksal. Am Schluss wird man dann aufgefordert, via Bargeldanweisung Geld zu senden!
Auto- oder Motorradkauf Ein ausländischer Interessent meldet sich und ist an dem Auto oder Motorrad interessiert. Wird man sich einig, so „zahlt“ er mittels Scheck. Dabei ist die Summe dann höher als der Kaufpreis und die Transportkosten. Der Käufer schlägt daraufhin vor, den überschüssigen Betrag vorab schon mal per Bargeldanweisung zurückzusenden. Wenn das Opfer Glück hat, verliert es nur dieses Geld, denn der Scheck ist natürlich nicht gedeckt. Wenn das Opfer Pech hat, ist auch noch das Auto oder Motorrad weg.
Andere Einkäufe oder Auktionen Siehe oben
Nebenjob Finanzagenten Via E-Mail oder in Anzeigen im Internet, aber auch via Voicechats wie ICQ oder ähnlichen, suchen ausländische Firmen Finanzagenten. Diese sollen das „Inkasso“ für sie übernehmen, da die Firma über kein Konto in der Schweiz verfügt. Das Geld soll dann via Bargeldanweisung an die Firma überwiesen werden. Als Lohn erhält man eine Provision von 5-15 %. Geht man darauf ein, kommt auch sehr schnell Geld auf das Konto, doch dieses stammt aus Straftaten, meist Phishing! Solche Überweisungen fliegen aber schnell auf und man muss nicht nur nachher das Geld zurückzahlen, sondern auch noch mit einer Anzeige rechnen. Also Finger weg!