«Jammern füllt keine Kammern.» Sprichwort
Gerade
die Menschen, welche vom Schicksal schwer gebeutelt werden, sind dann
auch noch anfällig für Betrüger. Als klassisches Opfer ziehen sie diese
wie magnetisch an. Je verzweifelter man ist, desto eher greift man ja
auch nach einem Strohhalm. Nur hat es bis jetzt noch niemand geschafft,
sich an einem Strohhalm aus dem Sumpf zu ziehen, dazu bedarf es schon
mehr. Wenn man Hilfe benötigt, gibt es immer öffentliche Einrichtungen,
die helfen, sei es der Staat, die Kirche oder irgendein karitativer
Verein.Der Hirsch und der Löwe
Ein Hirsch, von einem Jäger bemerkt, flüchtete, geriet aber dabei in eine Höhle, in der zu seinem Unglück ein Löwe hauste. Diesem kam er gerade recht. Ohne weitere Umstände erwürgte er den Hirsch. "Oh!" rief dieser sterbend aus, "wie unglücklich sind wir, während wir dem einen Feind zu entrinnen suchen, laufen wir dem andern in die Arme."
In blinder Hast entgeht man oft einer Gefahr und kommt dabei in einer grösseren um. Man muss vorne und hinten Augen haben. (Aesop)
Der Ochsentreiber und Herkules
Ein Ochsentreiber fuhr mit einem Wagen, welcher mit Holz schwer beladen war, nach Hause. Als der Wagen im Moraste stecken blieb, flehte sein Lenker, ohne sich selbst auch nur im geringsten zu bemühen, alle Götter und Göttinnen um Hilfe an. Vor allem bat er den wegen seiner Stärke allgemein verehrten Herkules, ihm beizustehen. Da soll ihm dieser erschienen sein und ihm seine Lässigkeit also vorgeworfen haben:
«Lege die Hände an die Räder und treibe mit der Peitsche dein Gespann an, zu den Göttern flehe jedoch erst dann, wenn du selbst etwas getan hast; sonst wirst du sie vergeblich anrufen.» (Aesop)
Die Eule rät
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«Wenn du eine helfende Hand suchst, schau zuerst am Ende deines rechten Armes nach!» Unbekannt
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Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am:
18.02.2011
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