«Häusliche Gewalt» schädigt betroffene Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Viele Opfer blicken auf eine lange Geschichte von Herabwürdigung, Unterdrückung und Gewalt in Beziehungen zurück. Ihr Selbstvertrauen ist angeschlagen.
Sie haben die Kraft oder den Mut verloren, sich zu wehren und meinen vielleicht sogar, sie seien selber schuld.
Es gibt aber auch handfeste Gründe, weshalb Frauen in
Gewaltbeziehungen bleiben: Sie glauben, so die Verantwortung für die
Kinder wahrzunehmen, sie sind finanziell abhängig oder fürchten als
Ausländerin den Verlust der Aufenthaltsbewilligung. Deshalb
reagieren Opfer von häuslicher Gewalt oft ganz anders, als man es
erwartet. Was solche Menschen am meisten benötigen, ist eine Person,
die sie unterstützt und ihnen Verständnis entgegenbringt.
Haben Sie Angst? Schämen Sie sich? Fühlen Sie sich allein? Sie
müssen wissen: So fühlen viele Opfer. Diese Reaktionen sind in Ihrer
Situation absolut normal. Nicht normal ist die Situation, in der Sie
leben. Es gibt keinen Grund, der Gewalt rechtfertigt: Sie sind es wert,
geliebt und geachtet zu werden. Unser Gesetz toleriert solche Gewalt
in keinem Fall. Sie haben Rechte, auf die Sie sich berufen können.
Zögern Sie also nicht länger. Brechen Sie das Schweigen und holen Sie Hilfe.
Rufen Sie die Polizei, wenn Sie sich bedroht fühlen.
Erstatten Sie Strafanzeige.
Wenden Sie sich an eine kostenlose Beratungsstelle, wenn Sie
ein Gespräch, eine rechtliche, psychische oder materielle Unterstützung
benötigen. Eine Übersicht finden Sie auf dieser Seite oder auch unter www.frauenhaus-schweiz.ch und www.sodk-cdas-cdos.ch.
Lassen Sie sich vom Zivilgericht in Ihrer Region eine Schutzverfügung ausstellen (eine Übersicht der Gerichte finden Sie unter www.gov.ch
). Das Gericht kann Ihnen z.B. die Wohnung zuweisen, die Obhut über die
Kinder zuteilen und die Unterhaltspflicht Ihres Partners bestimmen.
Weihen Sie eine Person ein, die Ihnen nahe steht und zu der
Sie Vertrauen haben. Diese können Sie dann im Notfall zu Hilfe rufen.
Schützen Sie Ihre persönlichen Sachen (Identitätskarte,
Bankkonto, Aufenthaltsbewilligung, Dinge die Ihnen persönlich wichtig
sind) und bringen Sie diese an einen sicheren Ort.
Sprechen Sie mit Ihren Kindern und sagen Sie ihnen, wie sie sich im Notfall verhalten sollen.
Wenn Sie die gemeinsame Wohnung verlassen wollen, bereiten Sie diesen Weggang gut vor.
Packen Sie eine Tasche mit allem, was Sie brauchen. Klären Sie vorher ab, wohin Sie gehen können.
Achtung! Seien Sie sich bewusst, dass Sie beim Surfen in Ihrem Browser Spuren hinterlassen.
Sollten
Sie ein Opfer häuslicher Gewalt sein und diese oder andere Seiten
betrachten oder gar als Lesezeichen/Favoriten in Ihrem Browser
speichern, kann ein Gewalttäter unter Umständen herausfinden, dass Sie
sich über dieses Thema informiert haben. Um dieser Gefahr
auszuweichen, können Sie diese Spuren löschen. Am sichersten ist jedoch
immer, solche Seiten an einem Computer zu betrachten, zu dem der Täter
keinen Zugang hat.
Wie man surft ohne Spuren zu hinterlassen
Sei es am Arbeitsplatz, zu Hause oder bei einem Bekannten: für
neugierige Zeitgenossen ist es leicht ersichtlich, welche Adressen wir
im Internet aufgesucht haben, vorausgesetzt sie haben Zugriff auf den
Rechner, an dem wir vorher durchs Web gesurft sind: sie müssen nur
wissen, an welchen Stellen sie nachzuschauen haben. Vor allem der
Verlauf (die History), der Cache (Pufferspeicher, temporäre
Internetdateien) und die Cookies geben Aufschluss über unsere
Surfgewohnheiten. Vergessen sollte man natürlich auch nicht die
Bookmarks (Lesezeichen, Favoriten), falls man dort Adressen gespeichert
hat, die nicht für fremde Augen bestimmt sind! Im folgenden wird kurz
für die gängigsten Browser (Internet Explorer, Mozilla (Firefox) /
Netscape sowie Opera) beschrieben, an welcher Stelle man diese Spuren
beseitigen kann. Es werden hier nur die jeweils neuesten Versionen der
betreffenden Browser behandelt, bei älteren Versionen sind Abweichungen
möglich. Der Browser Opera fällt hier durch grosse Nutzerfreundlichkeit
auf, mit einem Mausklick lassen sich alle verräterischen Spuren
beseitigen. Im Gegensatz hierzu steht der Internet Explorer, der die
betreffenden Daten breit im Windows-Verzeichnis verstreut, in z.T.
versteckten Dateien.
Internet Explorer Den
Verlauf, die temporären Dateien und die Cookies löscht man allesamt in
den 'Internet Optionen'. Hierhin gelangt man auf zweierlei Weise: 1. im
Internet Explorer selber, indem man die Menüleiste 'Extras' wählt und
dort 'Internet Optionen' oder 2. in Windows über 'Start', dann
'Einstellungen' und 'Systemsteuerung'. Auf der ersten Karteikarte
'Allgemein' befinden sich dann die Buttons 'Verlauf leeren', 'Cookies
löschen'... und 'Dateien löschen'... Zur Überprüfung der Cookies und
der temporären Dateien kann man nacheinander noch die Buttons
Einstellungen... und Dateien anzeigen... betätigen, wodurch man zu dem
Ordner Temporary Internet Files gelangt, in dem temporäre Dateien und
Cookies abgelegt sind. Dort kann man gegebenenfalls noch vorhandene
Dateien manuell löschen. Dies ist wohl auch bei Version 5 und 5.5 des
Internet Explorer nötig, da dort kein Button 'Cookies löschen' auf der
Karteikarte 'Allgemein' vorhanden ist.
Die hier beschriebene
Löschaktion erfolgt allerdings nur oberflächlich: Verlauf, Cookies und
Cache des Internet Explorers werden bei einem Windows-Betriebssystem
auch noch in versteckten Dateien erfasst, die nicht direkt gelöscht
werden können. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, hat zwei
Möglichkeiten: 1. Das Problem der versteckten Dateien tritt nur bei
der (allerdings sehr häufigen) Kombination von Microsoft Betriebssystem
und Microsoft Browser auf. Wenn man auf einem Windows-Betriebssystem
einen anderen Browser als den Internet Explorer benutzt, wie z.B.
Firefox, Opera oder Mozilla, tritt dieses Problem nicht auf
(ebensowenig bei Gebrauch des Internet Explorers auf einem
Betriebssystem, wie z.B. auf einem Mac OS X). Diese Möglichkeit hat man
allerdings nur dort, wo man auch freie Wahl in Bezug auf die
Browser-Wahl hat; auf dem Arbeitsplatz muss man oft mit dem Programm
arbeiten, das einem vorgesetzt wird. 2. Programme wie PurgeIE und Spider löschen diese versteckten Dateien.
Mozilla (Firefox) / Netscape (6/7) Die
Einstellungen... in Mozilla und Netscape findet man in der Menüleiste
unter dem Punkt Bearbeiten, bei Firefox unter dem Punkt Extras. Um zu
den Einstellungen für die Cookies zu gelangen, doppelklickt man auf der
linken Seite den Menüpunkt Datenschutz (bei Firefox), bzw. Datenschutz
und Sicherheit (bei Mozilla) oder Privatssphäre und Sicherheit (bei
Netscape), und anschliessend Cookies. Auf der rechten Seite betätigt
man danach den Button Gespeicherte Cookies verwalten (bei älteren
Versionen Gespeicherte Cookies anzeigen). Anschliessend Alle Cookies
entfernen, wenn man die Cookies löschen möchte. Für die History
(Verlauf) wählt man im Fenster Einstellungen auf der linken Seite
(durch Doppelklick) Navigator und dann History, bei Firefox auf der
linken Seite Datenschutz. Rechts kann man dann die History löschen und
die Adressleiste löschen, bzw. bei Firefox die Chronik. Den Cache
erreicht man, indem man auf der linken Seite Erweitert durch
Doppelklick wählt und dann Cache, bei Firefox den Punkt Datenschutz.
Auf der rechten Seite kann man dann den Cache löschen. Bei älteren
Versionen wird noch unterschieden zwischen Speicher-Cache löschen und
Festplatten-Cache löschen - ersterer wird auch automatisch nach dem
Herunterfahren des Computers geleert.
Opera Bei
Opera kann man relativ bequem die nach dem Surfen hinterlassenen Spuren
beseitigen, indem man in der Menüleiste Datei wählt, ab Version 7.5
Extras, und dann Private Daten löschen... bzw. Internetspuren
löschen.... In dem aufgehenden Fenster kann man nun alle Daten
markieren, die man löschen möchte, um mit einem abschliessenden OK die
Löschaktion zu bestätigen. Neben Cookies, Pufferspeicher bzw.
Festplatten-Cache und Verlauf kann man hierbei auch Passwörter für
Email-Profile löschen, sofern man den Email-Client von Opera benutzt.