Seit mehreren Jahren sind Soft Air Waffen und andere Waffenimitationen als Trendspielzeuge auf dem europäischen Markt erhältlich, massgeblich auch über Internet-Shops. Hauptproduzent von Kunststoff-Imitationswaffen ist Japan. Mit diesen Waffen werden kleine Kügelchen verschossen. Dies birgt eine Verletzungsgefahr in sich. Gefährdet sind insbesondere die Augen. Um vieles gravierender sind die Gefahren, die sich aus der Verwechslung solcher Waffen ergeben.
Die spezielle Problematik von Soft Air Waffen liegt darin, dass diese
selbst von Fachleuten nicht oder nur schlecht von echten Feuerwaffen
unterschieden werden können. Vorfälle aus dem Ausland zeigen, dass eine
direkte Konfrontation mit einer Täterschaft, die Soft Air Waffen
benutzt, sehr schlimme Folgen haben kann.
Soft Air Waffen sind
kein Spielzeug. Sie gehören daher nicht in Kinderhände. Das neue
Waffengesetz (WG) regelt seit dem 12. Dezember 2008 den Umgang mit Soft
Air- und anderen Imitationswaffen.
Wenn Imitationswaffen zu
Bedrohungszwecken, wenn auch in spielerischer Absicht, eingesetzt
werden, entfaltet sich rasch eine folgenschwere Wirkung. Sie lösen dann
grundsätzlich die gleiche Reaktion aus wie eine echte Feuerwaffe. Im
Stress des Bedrohungsfalles kann eine Person die Waffe nämlich nicht als
harmlos beurteilen. Sie reagiert deshalb instinktiv gleich, wie wenn
sie durch eine echte Feuerwaffe bedroht würde. Bezüglich der
Bedrohungswirkung ist die Imitationswaffen deshalb einer echten Waffe
gleich zu stellen. Hier liegt die grösste Gefahr, die von diesen Waffen
ausgeht.
Dieser Tatsache wurde über eine Gesetzesanpassung Rechnung getragen.
Vor
2009 lag der Schwerpunkt der Präventionskampagne bei der Information
über die Verwechslungsgefahr von Imitationswaffen mit richtigen
Feuerwaffen. Dieser Fokus hat sich verändert. Seit dem 12. Dezember 2008
gilt das neue Waffengesetz (WG), das den Umgang mitImitationswaffen regelt. Das neue Ziel der Präventionskampagne «Soft Air Waffen» lautet deshalb:
Information der Bevölkerung über die aktuelle Gesetzeslage.
Die
Präventionskampagne zum Thema "Soft Air Waffen" wurde 2001 von einer
interdisziplinären Arbeitsgruppe erarbeitet und 2009 vom Bundesamt für
Polizei (fedpol) und der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP)
überarbeitet.
Die Informationen ergänzen die Gewaltkampagne "Gemeinsam gegen Gewalt" der SKP.
Die Kampagne «Soft Air Waffen» wird von folgenden Organisationen getragen: